Die französische Atlantikküste zählt zu den beliebtesten Regionen für einen Campingurlaub in Frankreich. Auf rund 2.700 Kilometern reihen sich von der Normandie über die Bretagne, die Vendée und die Charente-Maritime bis ins Baskenland Sandstrände, Dünenlandschaften und vorgelagerte Inseln aneinander. Die Côte d'Argent zwischen Pointe de Grave und Hossegor gilt als längster zusammenhängender Sandstrand Europas. Die Küste eignet sich gleichermaßen für Strandurlaub, Wassersport (Surfen, Kiten) und Küstenwanderungen. Familien und Aktivurlauber finden entlang der Küste eine dichte Auswahl an Campingplätzen. Wir zeigen euch fünf der schönsten für euren Campingurlaub.


Ein hochwertiger 5-Sterne-Platz ist das Camping L'Anse du Brick auf der Halbinsel Cotentin in der Normandie.
Der Campingplatz mit 170 terrassenförmig angelegten Stellplätzen und einigen Glamping-Unterkünften liegt in einer Bucht mit direktem Zugang zum Strand. Mit großem Poolbereich (Innen- und Außen), Tennisplatz, Animations- und Workshopangeboten vor allem für Familien geeignet. Mehrere gepflegte Sanitäranlagen garantieren kurze Wege.
Auf dem Campingplatz L'Anse du Brick bekommt ihr einen Stellplatz in der Nebensaison 2026 ab rund 30 €/Nacht.

Das mit 4 Sternen klassifizierte Flower Camping Les Biches liegt 4,5 km entfernt von der französischen Atlantikküste. Aber zentral gelegen in der Gemeinde Saint-Hilaire-de-Riez in der Vendée.
Ein gepflegter und großer Platz. 430 Stellplätze, alle mindestens 120 m² groß. Klarer Familienfokus, mit Badelandschaft (inkl. Rutschen und Whirlpool), Minigolf, Tennis, Beachvolleyball, Animation mit Abendshows und vieles mehr.
Der Platz eignet sich auch für längere Urlaube mit Kindern. Den Stellplatz gibt es 2026 bereits ab 17 €/Nacht zu zweit.

Der 5-Sterne-Campingplatz Le Cormoran in der Normandie mit 110 Stellplätzen bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Der eher kleine Platz mit kurzen Wegen liegt direkt am Strand (Utah-Beach). Viele Aktivitäten für Kinder: Outdoor- und Indoor-Pools, Streichelzoo, Animation, viele Sportplätze und viel mehr. Vier moderne Sanitärhäuser und ein kleiner Markt mit regionalen Produkten – absolut empfehlenswert.
Einen Stellplatz im Camping Le Cormoran gibt es in der Saison 2026 ab 33 €/Nacht für zwei Personen inklusive Strom.

Der 4-Sterne-Campingplatz Lou Broustaricq an der südlichen Atlantikküste besticht durch seine tolle Lage: Er befindet sich direkt am See Sanguinet, der Strand ist nur rund 5 Kilometer entfernt und Bordeaux erreicht ihr innerhalb einer Stunde.
Der Platz hat eine schöne Poolanlage mit Außen- und Innenbereich, Animation für Kinder und Erwachsene sowie umfangreiche Gastronomie (Restaurant, Snackbar und Bar). Die sanitären Anlagen sind einfach, aber gepflegt.
Einen Stellplatz könnt ihr 2026 ab 28 €/Nacht für zwei Personen inklusive Strom buchen. Ein überdurchschnittlicher Preis für den Südatlantik in der Nebensaison.

Direkt am kilometerweiten Sandstrand der Bretagne befindet sich der große 4-Sterne-Campingplatz Saint Pabu Plage mit fast 400 Stellplätzen und vielen Mobilehomes, die teilweise direkten Meerblick haben.
Besonderheit: E-Bikes, Wassersportausrüstung wie Kajaks oder Surfbretter oder Liegestühle am Strand können kostenlos geliehen werden. Eine Kitesurf-Schule ist auf dem Gelände. Ein idealer Platz für Wassersport-Liebhaber.
Der Stellplatz kostet in der Nebensaison ab 26 €/Nacht für zwei Personen. In der Hauptsaison leider deutlich teurer.
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Top-5 PlätzeDie französische Atlantikküste erstreckt sich über rund 2.700 Kilometer von der Cotentin-Halbinsel in der Normandie bis zur spanischen Grenze im Baskenland. Auch die nordwestliche Küste der Normandie und Teile der Bretagne grenzen genau genommen an den Ärmelkanal – in der Praxis werden diese Abschnitte beim Camping aber meist gemeinsam mit der Atlantikküste betrachtet. Sandstrände, Dünenlandschaften, Pinienwälder und vorgelagerte Inseln prägen das Bild. Die Côte d'Argent zwischen Pointe de Grave und Hossegor gilt als längster zusammenhängender Sandstrand Europas. Ihr reist mit eurem Wohnmobil, einem Camper Van oder einem Wohnwagen an und kombiniert Strandurlaub mit Wassersport, Stadtbesuchen und Radtouren.
Die Küste lässt sich in fünf größere Campingregionen gliedern. Die Normandie mit der Cotentin-Halbinsel und Strandabschnitten wie Utah Beach bietet wildromantische Buchten und historische Landungsstätten der Alliierten. Die Bretagne punktet mit Granitküsten, kleinen Hafenorten wie Saint-Malo und Cancale, der Rosa-Granitküste rund um Perros-Guirec und den megalithischen Stätten von Carnac. Die Vendée und Pays de la Loire bieten breite Sandstrände, familienfreundliche Campingplätze und die autofreien Inseln Noirmoutier und Île d'Yeu. Die Charente-Maritime mit La Rochelle, der Île de Ré und der Île d'Oléron verbindet Strandurlaub mit Kultur und ist beliebt bei Radfahrern. Die Gironde, die Landes und das Baskenland im Süden bieten endlose Sandstrände, Pinienwälder, die Dune du Pilat bei Arcachon (höchste Wanderdüne Europas) sowie die Surforte Hossegor, Lacanau, Capbreton und Biarritz.
Aus Deutschland erreicht ihr die Atlantikküste mit dem Wohnmobil über Belgien, Luxemburg oder direkt über Paris. Fahrzeit aus Süddeutschland: rund 10 bis 12 Stunden bis in die Bretagne, 12 bis 14 Stunden bis zur Landes-Küste oder ins Baskenland. Zu beachten sind die Mautgebühren auf den meisten französischen Autobahnen – bei einer Anreise in die Landes summieren sich diese leicht auf 80 bis 120 Euro pro Strecke. Den Großraum Paris solltet ihr nach Möglichkeit umfahren. Stellplatz-Mindestgrößen liegen meist bei 80 bis 120 m², Strom ist überwiegend im Preis enthalten. Neben offiziellen Campingplätzen gibt es zahlreiche Aires de Camping-Car (Wohnmobilstellplätze) für flexible Routen. Wildcampen ist in Frankreich generell verboten, an der Küste werden Verstöße aktiv kontrolliert. Die Gezeiten am Atlantik sind deutlich stärker als am Mittelmeer – bei Ebbe zieht sich das Wasser oft hunderte Meter zurück. Geschwommen wird nur an bewachten Strandabschnitten. Für Juli und August ist eine frühzeitige Buchung mehrere Monate im Voraus dringend empfehlenswert.
Die Campingsaison erstreckt sich von April bis Oktober, je nach Platz teils länger im Süden. Die besten Reisezeiten sind Juni und September mit warmen Tagen, weniger Andrang und günstigeren Preisen. Im Juli und August ist Hochsaison. In der Bretagne und Normandie kann das Wetter wechselhaft sein – im Süden rund um Biarritz und die Landes ist das Klima zuverlässiger warm. Als kulturelle Ausflugsziele lohnen die mittelalterliche Altstadt von Saint-Malo, der Mont-Saint-Michel an der Grenze zwischen Normandie und Bretagne, die Megalith-Steinreihen von Carnac, der historische Stadtkern von La Rochelle und die UNESCO-Welterbe-Altstadt von Bordeaux mit den umliegenden Weinregionen Médoc und Saint-Émilion. Naturziele sind die Dune du Pilat, die Côte Sauvage auf der Halbinsel Quiberon und das Marais Poitevin (das „grüne Venedig"). Radfahrer finden auf der Vélodyssée einen 1.300 Kilometer langen Küstenradweg von der Bretagne bis zur spanischen Grenze. Wer noch ein Fahrzeug sucht, findet im Anbieter-Vergleich einen Überblick über Wohnmobil-Vermieter. Weitere Themen-Listings: Camping am französischen Mittelmeer, in Südfrankreich, im Elsass oder auf Korsika.
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