Aktualisiert: 01.05.2026
Das Angebot an Reisemobilen mit Allradantrieb wächst. Auch wenn die meisten Reisemobile nie im Offroad-Gelände unterwegs sein werden, reagieren die Hersteller auf die steigende Nachfrage nach Offroad-Campern - und machen aus der Nische einen Trend. Die meisten Offroad-Camper sind Kastenwagen. Vereinzelt sind aber auch Teilintegrierte mit Allrad erhältlich - in (fast) jeder Preisklasse. Wir zeigen euch die Top-10 der besten Offroad-Camper für die Saison 2026.


Der neue Teilintegrierte Eura Mobil Xtura auf Mercedes Sprinter 4x4 bietet alles, wovon abenteuerlustige Camper träumen. Außen ein sportliches Expeditionsfahrzeug mit 6,88 m Länge, 190 PS und 9-Gang-Automatik.
Und innen ein modernes und komfortables Reisemobil. Der Xtura hat eine große Face-to-Face Sitzgruppe für fünf Personen in der Front, eine Küchenzeile mit Induktions- und Gasherd sowie Längsbetten.
Ein echter Offroad Camper mit 330 Ah Lithium-Batterie und 120-Ampere-Ladegerät in Serie. Allerdings auch zu einem sportlichen Grundpreis ab 156.280 €.

Der Yucon K-Peak 6.0 BD kommt ebenfalls auf dem Mercedes Sprinter - allerdings als Kastenwagen. Mit 5,93 m Länge und Aufstelldach ist der Offroad Camper für bis zu drei Personen ausgelegt.
Dank Verbreiterung der Karosserie zu beiden Seiten hat das Querbett eine bequeme Länge von 1,95 m.
Sowohl die Dinette als auch der Küchenblock lassen sich erweitern. Der Platz ist begrenzt - auch das Bad ist recht klein. Top Autarkie mit 300 Ah Lithium-Batterie und bis zu 2x 90 W Solaranlagen. Der Grundpreis für den K-Peak beginnt 2026 bei 116.500 €.

Große Besonderheit des La Strada Regent E sind die beiden Einzelbetten im 5,93 m langen Fahrzeug. Mit 2,00 bzw. 1,85 m Länge auch für größere Personen ausreichend.
Die Fußenden der Betten können zu einer Längsbank mit Tisch umgebaut werden. Dafür verzichtet La Strada im neuen Regent E auf die Sitzbank im vorderen Teil des Sprinters. Gegessen werden kann nur auf den gedrehten Vordersitzen.
Statt Gaskasten gibt es einen festen Gastank im Heck. Allrad ist optional, der Grundpreis liegt bei 105.070 €.
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Der neue Supertwin 4x4 600 SPB ist der erste Allrad-Sprinter von Adria überhaupt. Der wuchtige, mit 190 PS und 9-Stufen-Automatik ausgestattete Van ist schon in Serie hervorragend ausgestattet - zu einem üppigen Grundpreis von 123.490 €.
Im Innenraum dominieren dunkles Holz und Filz, es gibt ein Schwenkbad und ein großzügiges Doppelbett (1,96 x 1,40 m) dank Heckverbreiterungen.
Dazu kommen Features wie ein Panorama-Dachfenster, eine Fußbodenheizung und MBUX-Multimedia, die bereits im Basismodell integriert sind.

Deutlich günstiger ist der 4x4 Camper Van von Etrusco - den CV 600 DF gibt es bereits ab 68.999 €. Dafür bekommen Offroad-Fans einen Allrad-Transit mit 170 PS.
Besonderheit des Camper Vans von Etrusco ist ein manuelles Slide-out zur Verbreiterung - genannt xFLIP - erweitert das Querbett auf stolze 2,24 x 150 cm.
Moderne helle Töne dominieren den Innenausbau der italienischen Marke, die Möblierung wirkt hochwertig. Die Stehhöhe beträgt angenehme 1,99 m, Küche und 4er-Dinette sind recht klein.

Auch Sunlight hat seit einigen Jahren einen Offroad Camper mit guter Preis-Leistung auf Ford Transit im Portfolio.
Der Cliff 590 4x4 kommt zur Saison 2026 auch in limitierter Greentrek-Edition mit Sonderlackierung in "Yellow Olive".
Auch der Sunlight kommt auf Transit-Basis mit 170 PS. Im Innenraum dominieren helles Holz und dunkles Kunstleder. Den Allrad-Camper mit klassischem Grundriss (4er-Dinette, Küche, Bad, Querbett) gibt es ab 73.499 €.

Den Westfalia James Cook 600 D auf Mercedes Sprinter Basis gibt es seit der Saison 2025.
Besonderheit: Statt des Heck Slide-Outs des 600 E hat der Sprinter XXL-Verbreiterungen an der linken und rechten Seite. Damit entsteht ein Querbett mit einer Länge von 2,06 m. Über dem Bett befinden sich Gepäckfächer, wie man sie sonst nur in Flugzeugen findet.
Den James Cook 600 D Sprinter kommt mit 190 PS, optionalem Allrad, Höherlegung und 4,1 t Gesamtgewicht. Und startet so konfiguriert bei rund 110.000 €.

Das Sondermodell Hymer ML-T 580 Crosstrail ist ein Offroad-Camper im Premium-Segment.
Der 7,13 m lange Allrad-Sprinter ist mit Unterfahrschutz, AT-Bereifung und Radlaufverbreiterung ein echter Offroader. Eine Solaranlage mit 2x 95 Watt und 4x 80 Ah Lithiumbatterien ermöglichen lange Autarkie. Natürlich entspricht auch der Innenraum dem hohen Hymer-Standard.
Ein sehr hochwertiger Offroad Camper von Hymer, der seinen Preis hat. Der Einstiegspreis liegt bei 165.900 €.

Von Weinsberg gibt es einen Offroad Camper mit Mercedes-Chassis in kernigem Safari-Look. Mit massivem Frontschutzbügel, Dachreling und Ersatzrad an der Hecktür.
Innen gibt es einen klassischen Grundriss mit Querbett. Und mit Besonderheiten. Die Sitzbank hat einen L-Schenkel, die Küche kommt mit zweiflammigem Gasherd UND Induktionskochfeld.
Gut zu wissen: Höherlegung und Allrad sind optional. Weinsberg senkt für 2026 den Preis deutlich gegenüber der Vorsaison: Den X-Pedition 600 MQ gibt es jetzt schon ab 104.990 €.

Der für uns beste Offroad Camper für die Saison 2026 ist der brandneue The Savage (der Wilde) von Rhön Camp.
Nur wenige Sprinter haben ein derart großzügig Raumgefühl und Platzangebot. Die Längsbetten sind mit 203 x 173 cm großzügig bemessen, unter dem Bett und zahlreichen offenen Ablagefächern ist reichlich Stauraum.
Mit Heckauszug, Wechselrichter und Bad mit Trockentrenntoilette ist der Savage schon in Serie exklusiv ausgestattet. Allrad ist dafür optional. Preis: ab 129.999 €.
| Platzierung | Modell | Basisfahrzeug | Allrad | Preis ab |
|---|---|---|---|---|
| 1. Platz | Rhön Camp The Savage | Mercedes Sprinter | optional | 129.999 € |
| 2. Platz | Weinsberg X-Pedition 600 MQ | Mercedes Sprinter | optional | 104.990 € |
| 3. Platz | Hymer ML-T 580 Crosstrail | Mercedes Sprinter | serie | 165.900 € |
| 4. Platz | Westfalia James Cook 600 D | Mercedes Sprinter | optional | ca. 110.000 € |
| 5. Platz | Sunlight Cliff 4x4 Greentrek | Ford Transit | serie | 73.499 € |
| 6. Platz | Etrusco CV 600 DF 4x4 | Ford Transit | serie | 68.999 € |
| 7. Platz | Adria Supertwin 4x4 600 SPB | Mercedes Sprinter | serie | 123.490 € |
| 8. Platz | La Strada Regent E | Mercedes Sprinter | optional | 105.070 € |
| 9. Platz | Yucon K-Peak 6.0 BD | Mercedes Sprinter | serie | 116.500 € |
| 10. Platz | Eura Mobil Xtura XT 686 EF | Mercedes Sprinter | serie | 156.280 € |
| Platz | Modell | Basisfahrzeug | Länge | Bett-Layout | Allrad | Preis ab | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. Platz | Rhön Camp The Savage | Mercedes Sprinter | k. A. | Längsbetten 2,03 × 1,73 m | optional | 129.999 € | Testsieger, Heckauszug, Trockentrenntoilette |
| 2. Platz | Weinsberg X-Pedition 600 MQ | Mercedes Sprinter | k. A. | Querbett | optional | 104.990 € | Safari-Look, Frontschutzbügel, Gas + Induktion |
| 3. Platz | Hymer ML-T 580 Crosstrail | Mercedes Sprinter | 7,13 m | Teilintegriert | serie | 165.900 € | Premium, AT-Bereifung, 4×80 Ah Lithium |
| 4. Platz | Westfalia James Cook 600 D | Mercedes Sprinter | k. A. | Querbett 2,06 m | optional | ca. 110.000 € | 190 PS, XXL-Verbreiterungen, 4,1 t |
| 5. Platz | Sunlight Cliff 4x4 Greentrek | Ford Transit | 5,90 m | Querbett | serie | 73.499 € | 170 PS, Yellow-Olive-Sonderlackierung |
| 6. Platz | Etrusco CV 600 DF 4x4 | Ford Transit | k. A. | Querbett 2,24 × 1,50 m (Slide-out) | serie | 68.999 € | 170 PS, xFLIP-Slide-out, Stehhöhe 1,99 m |
| 7. Platz | Adria Supertwin 4x4 600 SPB | Mercedes Sprinter | k. A. | Doppelbett 1,96 × 1,40 m | serie | 123.490 € | 190 PS, 9-Stufen-Auto, Schwenkbad |
| 8. Platz | La Strada Regent E | Mercedes Sprinter | 5,93 m | Einzelbetten 2,00 / 1,85 m | optional | 105.070 € | Fester Gastank im Heck |
| 9. Platz | Yucon K-Peak 6.0 BD | Mercedes Sprinter | 5,93 m | Querbett 1,95 m + Aufstelldach | serie | 116.500 € | 300 Ah Lithium, 2× 90 W Solar |
| 10. Platz | Eura Mobil Xtura XT 686 EF | Mercedes Sprinter | 6,88 m | Längsbetten | serie | 156.280 € | 190 PS, 330 Ah Lithium, 9-Gang-Auto |
Bevor ihr 70.000 oder 160.000 Euro in die Hand nehmt, lohnt sich ein ehrlicher Blick auf die eigenen Reisepläne. Die Hersteller verkaufen euch gern den Traum vom Abenteuer im australischen Outback – aber nicht jeder, der einen 4x4-Camper kauft, fährt am Ende wirklich abseits der Straße. Drei Themen entscheiden darüber, ob euer neuer Offroad-Camper zum Lieblingsplatz auf vier Rädern wird oder zur teuren Fehlinvestition. Wir gehen sie der Reihe nach durch.
Allrad klingt nach Freiheit, kostet aber schnell mehrere tausend Euro Aufpreis. Beim Hymer Crosstrail, Adria Supertwin und Eura Mobil Xtura ist er serienmäßig dabei, beim Rhön Camp Savage, Weinsberg X-Pedition und Westfalia James Cook gibt's ihn gegen Aufpreis. Ehrlich gefragt: Plant ihr regelmäßig Schotterpisten, Sandstrand-Anfahrten oder Wintertouren in den Alpen? Falls nein, reicht Hinterradantrieb in 95 Prozent aller Fälle. Falls ja, lohnt sich der Aufpreis – aber dann konsequent mit Höherlegung und AT-Bereifung. Sonst bleibt der „4x4"-Aufkleber ein optisches Statement.
Sieben unserer zehn Top-Camper sitzen auf einem Mercedes Sprinter. 190 PS, 9-Gang-Automatik, hoher Werterhalt – Premium-Liga. Den Ford Transit verbauen Sunlight und Etrusco. 170 PS, deutlich günstiger, im Alltag völlig ausreichend. Der Etrusco CV 600 DF ist mit 68.999 Euro über 60.000 Euro günstiger als der billigste Sprinter-Konkurrent. Auch die Länge zählt: Yucon und La Strada messen 5,93 Meter, Etrusco und Weinsberg rund sechs – passt fast überall hin. Beim Eura Mobil mit 6,88 Metern oder Hymer mit 7,13 Metern wird's bei Stadtbesuchen knifflig.
Das Bett bestimmt das gesamte Raumgefühl. Längsbetten wie beim Rhön Camp The Savage (2,03 × 1,73 m) bieten royale Platzverhältnisse, kosten aber Heckstauraum. Querbetten beim Weinsberg oder Westfalia James Cook sparen Länge, sind für Menschen über 1,90 Meter aber oft zu kurz – außer der Hersteller verbreitert wie Westfalia auf 2,06 Meter oder Etrusco mit dem xFLIP-Slide-out auf 2,24 Meter. Einzelbetten beim La Strada Regent E sind die richtige Wahl für Paare, die nachts ihre Ruhe wollen. Klare Empfehlung: Vor dem Kauf einmal Probe liegen. Nicht zwei Minuten – richtig.
Genauso wichtig: die Stehhöhe. Etrusco bietet 1,99 Meter, Yucon punktet mit Aufstelldach. Bei Regenwetter im Urlaub macht das den Unterschied zwischen Wohlfühlen und Buckel im Kreuz. Auch das Bad-Konzept lohnt einen zweiten Blick: Adria liefert ein Schwenkbad mit echter Duschkabine, Rhön Camp setzt auf eine Trockentrenntoilette ohne Chemie, La Strada hat den festen Gastank im Heck statt klassischer Gasflaschen. Solche Details wirken im Prospekt unscheinbar, machen im Alltag aber den Unterschied.
Wer mehrere Tage frei stehen will, braucht passende Bordtechnik. Im Eura Mobil Xtura sind 330 Ah Lithium und 120-Ampere-Ladegerät serienmäßig. Yucon bringt 300 Ah Lithium plus bis zu 180 Watt Solar, Hymer kombiniert 4 × 80 Ah Lithium mit 190 Watt Solar. Damit steht ihr drei bis fünf Tage komplett autark. Bei den günstigeren Modellen ist die Energieversorgung bescheidener – nachgerüstet kosten gute Lithium-Batterien plus Wechselrichter und Solar schnell 4.000 bis 6.000 Euro. La Strada Regent E hat einen festen Gastank im Heck verbaut – das spart das Tauschen schwerer Flaschen und ermöglicht günstiges Nachtanken an LPG-Säulen.
Die Listenpreise reichen von 68.999 Euro (Etrusco) bis 165.900 Euro (Hymer). Das ist nur der Grundpreis. Mit Allrad, Höherlegung, Markise, größerer Batterie und Co. kommen schnell 10 bis 20 Prozent obendrauf. Beim Westfalia James Cook mit Allrad und Höherlegung steht oft eine 130.000-Euro-Rechnung statt der genannten 110.000. Dazu die laufenden Kosten: Der Westfalia bringt 4,1 Tonnen auf die Waage – über der 3,5-Tonnen-Grenze. Das schlägt bei Führerschein, Versicherung, Steuer und Maut deutlich zu Buche. Wer ehrlich kalkuliert, rechnet die Gesamtkosten der ersten drei Jahre vorher durch. Bei diesen Summen sind 24 Stunden Bedenkzeit nach dem Händlergespräch das Mindeste.
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