Die kanarischen Inseln mit dem Wohnmobil

Wenn in Europa die Temperaturen sinken, beginnt für viele Camper die Suche nach einem wintertauglichen Reiseziel – und kaum ein Ort verspricht so konstant milde Temperaturen wie die Kanarischen Inseln. Wir geben Tipps zur Wohnmobil-Miete oder Anreise per Fähre, zeigen euch Campingplätze und die kleinen und großen Highlights unterwegs und teilen die besten Routen für eure Wohnmobil-Tour auf die kanarischen Inseln.

Ausblick aus Camper auf Meer in Fuerteventura 2026
© Redaktion BetterCamping

Routen & Inseln im Überblick

Sandstrand Playa de Las Teresitas auf Teneriffa mit dem Wohnmobil 2026
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Schwarzer Camper an Küste auf Fuerteventura 2026
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Schwarzer Camper am Strand auf Lanzarote 2026
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Straße auf La Palma 2026
© Redaktion BetterCamping

Teneriffa

Teneriffa ist ideal für Wohnmobil-Reisende, die zum ersten Mal die Kanaren erkunden: gute Infrastruktur, abwechslungsreiche Landschaften und eine entspannte Situation bezüglich Campingplätzen und Ver- und Entsorgung. 

 

Eure Reise beginnt voraussichtlich in Santa Cruz de Tenerife, entweder nach Ankunft mit der Fähre, oder zur Abholung eures Wohnmobils - z.B. von CamperDays*. Zum Ankommen bietet sich der kostenfreie Wohnmobil-Stellplatz am Playa de las Teresitas an. Ihr steht direkt am Sandstrand und könnt entspannt per Bus in die Stadt fahren, um das lebhafte Treiben und die historischen Viertel zu erkunden. 

 

Auf dem Weg Richtung Alcalá solltet ihr einen Stopp beim Steinbogen von San Miguel de Tajao einlegen. Der Steinbogen ist eine beeindruckende natürliche Felsformation im Süden Teneriffas und liegt in einer wüstenähnlichen Landschaft. Die Parkplätze in unmittelbarer Nähe sind leicht anzufahren. Südlich vom Steinbogen findet ihr den kleinen, ruhigen Playa de Tajao, der sich ebenfalls für einen kleinen Zwischenstopp lohnt. 

 

Weiter geht die Reise nach Alcalá, ein charmantes Küstendorf im Südwesten Teneriffas, das für seine ruhige Atmosphäre und authentische kanarische Lebensweise bekannt ist. Entlang der Promenade finden sich kleine Strände, natürliche Badebuchten (in denen Schildkröten entdeckt werden können) und Restaurants mit frischem Fisch und Meerblick. Mit etwas Glück bekommt ihr einen von den acht kostenlosen Wohnmobil-Stellplätzen direkt an der Promenade.

 

Auch Los Gigantes solltet ihr auf eurer Rundreise besuchen. Der beliebte Ferienort an der Westküste Teneriffas ist berühmt für seine imposanten Steilklippen, die bis zu 600 Meter hoch aus dem Atlantik aufragen. Der Ort bietet atemberaubende Ausblicke, einen schönen Hafen und ideale Bedingungen zum Bootfahren, Tauchen und Whale Watching. Parken könnt ihr gut im Nachbarort La Arena, in ca. 30 Minuten seid ihr zu Fuß im Hafen von Los Gigantes. 

 

Nicht fehlen darf auf eurer Tour ein Besuch des Teide Nationalparks. Der Park liegt im Herzen Teneriffas und wird vom Vulkan Teide dominiert, dem höchsten Berg Spaniens. Auf diesen hat man übrigens von fast überall auf der Insel eine großartige Sicht. Die einzigartige Vulkanlandschaft mit ihren Felsformationen und klaren Sternenhimmeln zählt zum UNESCO-Weltnaturerbe und ist eines der beeindruckendsten Naturerlebnisse der Kanaren. Ihr findet hier eine kostenfreie "Zona de Acampada" (Achtung: vorher reservieren), von der aus ihr einen traumhaften Blick habt. 

 

Weiter geht die Rundreise Richtung Masca, ein abgelegenes Bergdorf im Nordwesten Teneriffas, das durch seine spektakuläre Lage in einer tiefen Schlucht beeindruckt. Es gilt als eines der schönsten Dörfer der Insel und ist ein beliebtes Ziel für Wanderer, die die berühmte Masca-Schlucht hinab bis zum Meer erkunden. Wir empfehlen euch, das Wohnmobil im Nachbarort Santiago del Teide stehenzulassen und mit dem Bus zu fahren. Die Straßen können sehr aufregend sein. 

 

Euer vorletzter Stopp führt euch nach Garachico. Das malerische Städtchen an der grüneren Nordküste Teneriffas ist für seine natürlichen Meeresschwimmbecken aus erkalteter Lava bekannt. In Garachico bekommt ihr einen authentischen Einblick in die kanarische Geschichte und Kultur. Das tägliche Leben spielt sich noch immer rund um den alten Hafen und die kleinen Plätze ab, wo Einheimische in Cafés sitzen und das ursprüngliche Inselgefühl spürbar bleibt.

 

Einen letzten Halt solltet ihr im Parque Rural de Anaga machen. Das Gebirge, das sich über den grünen Nordosten der Insel erstreckt, ist bekannt für seine mystischen Nebelwälder aus Lorbeerbäumen, die in feuchtem Klima gedeihen und eine fast märchenhafte Atmosphäre schaffen. Zahlreiche Wanderwege führen durch tiefe Schluchten, entlang schmaler Bergrücken und zu abgelegenen Dörfern. 

Stell- und Campingplätze auf Teneriffa

Wer auf Teneriffa einen offiziellen Stellplatz oder Campingplatz sucht, hat einige Optionen:

  • Auf der Insel findet ihr einige kostenfreie Wohnmobil-Stellplätze ohne Dienstleistungen, wie beispielsweise in Santa Cruz de Tenerife, am Playa de las Teresitas oder Alcalá.  
  • Camping Nauta* im Süden der Insel ist einer der wenigen Campingplätze mit Infrastruktur wie Strom, Sanitäranlagen und Waschmöglichkeiten. Der Platz ist recht groß und bietet auch für größere Fahrzeuge ausreichend Raum. Einen weiteren Campingplatz im Norden konnten wir aufgrund Umbauarbeiten leider nicht testen. 
  • Daneben gibt es über die Insel verteilt mehrere „Zona de Acampada“ – einfache, meist naturnahe Stellplätze, die von der Forstbehörde verwaltet werden. Wichtig: Ihr müsst diese vorab online reservieren, z. B. über das Portal des Cabildo de Tenerife.
  • Alternativ kann auch auf VanSite zugegriffen werden – dort bieten Privatpersonen gegen Gebühr Stellplätze an. Perfekt, wenn ihr ruhig stehen möchtet, ohne ganz auf Infrastruktur zu verzichten.

Ver- und Entsorgung auf Teneriffa

Was die Infrastruktur für Camper angeht, ist Teneriffa gut aufgestellt – es gibt mehrere Ver- und Entsorgungsstationen über die Insel verteilt. Dreh- und Angelpunkt ist dabei die Tgas-Tankstelle in El Médano. Dort findet ihr ein durchdachtes System für Grau- und Schwarzwasser, könnt Frischwasser tanken und euer Wohnmobil in einer speziellen Waschzone reinigen. Sehr empfehlenswert, um das Fahrzeug von Salz zu befreien. Die Station ist perfekt gelegen, sauber und unkompliziert.

Wohnmobil-Tour auf Teneriffa 2026

1. Santa Cruz de Tenerife

2. Steinbogen von San Miguel de Tajao

3. Alcalá

4. La Arena / Los Gigantes

5. Teide Nationalpark

6. Santiago del Teide / Masca

7. Garachico

8. Parque Rural de Anaga

 

Strecke: ca. 330 km

Dauer: 1 - 2 Wochen


Fuerteventura

Fuerteventura ist ein absolutes Camper-Paradies: viel Platz, entspannter Umgang mit Freistehern und eigentlich immer ein Stellplatz mit Meerblick. Oft könnt ihr direkt am Strand stehen und die Strände hier sind wirklich ein Traum – lang, weit und hell. 

 

Schon bei der Ankunft mit der Fähre in Morro Jable lohnt sich ein kurzer Blick ins Hafenbecken – dort zieht oft eine große Rochenfamilie ihre Kreise. Die Mischung aus Ferienort und ursprünglichem Fischerort bietet mit einer Übernachtung im Hafen einen idealen Startpunkt für eure Reise.

 

Morro Jable ist auch ein guter Ausgangspunkt für einen Ausflug zum Playa de Cofete, einem der schönsten Strände in Europa. Auch der Leuchtturm Jandia liegt auf dem Weg, auf dem ihr mit etwas Glück wilden Ziegen begegnet. Allerdings empfehlen wir euch dringend, nicht das Wohnmobil zu nutzen, sondern aufgrund der holprigen und teils einspurigen Pisten einen Wagen zu mieten. 

 

Der nächste Stopp, der Playa de Sotavento, ist ebenfalls einer der bekanntesten Stände der Insel. Endlos lang und vom Wind geprägt, wartet auf euch je nach Gezeiten eine bis zu drei Kilometer lange Lagune, die ideal für Kite- und Windsurfer geeignet ist. Auch für Nicht-Wassersportler ist die Lagune ein tolles Naturspektakel. Einen aktuellen Gezeitenkalender findet ihr beim René Egli Wassersport-Center. Nur einen Strand weiter findet ihr den Playa Esmeralda und den Playa Esmeralda Norte, die sich gut zum Schwimmen eignen. 

 

Wer es ruhig mag, sollte nun unbedingt einen Abstecher nach La Pared machen – ein kleiner Ort mit wilder Küste und tollen Stränden, der fast noch als Geheimtipp gilt. Hier lassen sich Wassersportler beobachten, auch ein Spaziergang an den Steilklippen ist zu empfehlen. 

 

Beim nächsten Halt in Tarajalejo warten zwei schöne, dunkle Strände auf euch, an denen ihr direkt stehen könnt. Der Ort an sich ist relativ unscheinbar und bietet eine entspannte Atmosphäre, am Wochenende finden sich jedoch viele Einheimische zum Grillen zusammen. Außerdem befindet sich an der Hauptstraße eine Station, an der ihr Grau- und Schwarzwasser entsorgen könnt. 

 

Eure Reise geht weiter Richtung Norden der Insel, zu den Dünen von Corralejo. Das weitläufige Dünengebiet erstreckt sich über mehrere Kilometer und erinnert mit seinem feinen, hellen Sand an eine Wüstenlandschaft direkt am türkisen Meer. Im Hintergrund könnt ihr die Nachbarinsel Lobos sehen – ein faszinierender Kontrast, der besonders bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. Auch der Ort Corralejo bietet eine maritime Atmosphäre mit vielseitigen Freizeitmöglichkeiten – von Wassersport wie Surfen, Kitesurfen und Tauchen bis hin zu Bootsausflügen zur nahegelegenen Insel Lobos. Entlang der Promenade reihen sich gemütliche Restaurants, Bars und kleine Boutiquen. Zudem könnt ihr hier mit einer kurzen Fährfahrt nach Lanzarote übersetzen. 

 

Ihr gelangt als Nächstes zum zentralen Ort auf Fuerteventura, wenn es um das Thema Vanlife geht. El Cotillo ist ein malerisches Fischerdorf an der Nordwestküste Fuerteventuras, das für seine rauen Atlantikwellen, idyllischen Buchten und entspannte Atmosphäre bekannt ist. Die mächtigen Wellen an der Westseite ziehen Surfer aus aller Welt an. Das Dorf selbst besticht durch seine weißen Häuser, kleine Lokale mit frischem Fisch, eine überraschend vielfältige kulinarische Szene und vielleicht die schönsten Sonnenuntergänge der Insel. Ihr könnt hier an verschiedenen Stellen frei stehen und trotz der vielen Camper habt ihr immer genug Freiraum. Als i-Tüpfelchen bietet der Ort auch eine kostenlose Ver- und Entsorgungsstation für Wohnmobile.

 

Der letzte Halt ist Betancuria, die älteste Stadt Fuerteventuras und einst die historische Hauptstadt der Insel. Der Ort begeistert mit weiß getünchten Häusern, engen Gassen und einer friedlichen, fast zeitlosen Atmosphäre. Nahe dem Zentrum befindet sich ein kostenloser Wohnmobil-Stellplatz, der als idealer Ausgangspunkt zum Erkunden dient. Wir empfehlen einen Besuch in den frühen Morgenstunden oder spät am Nachmittag, Betancuria ist kein Geheimtipp.

 

Stell- und Campingplätze auf Fuerteventura

  • Es gibt wenige offizielle Stellplätze, aber in Betancuria findet ihr zum Beispiel einen sehr schönen öffentlichen Parkplatz, der auch offiziell für Wohnmobile freigegeben ist. Dieser eignet sich besonders gut als Ausgangspunkt zum Erkunden des kleinen Ortes.
  • Ansonsten könnt ihr auf Fuerteventura vor allem eines genießen: die Freiheit. Die Insel bietet landschaftlich wie rechtlich beste Voraussetzungen für Freisteher, und die meiste Zeit könnt ihr direkt - und je nach Saison oft auch alleine - am Meer stehen. 
  • Tipp für windige Tage: Der Strandparklatz mit öffentlicher Toilette rechts vom INNSiDE by Melia auf der Halbinsel Jandia. Der Parkplatz ist in den Fels gebaut und bietet so Schutz von zwei Seiten. Auch in Betancuria oder El Cotillo kann man sich gut vor Wind schützen.

Ver- und Entsorgung auf Fuerteventura

Auch auf Fuerteventura ist die Infrastruktur für Camper überraschend gut, über die Insel verteilt gibt es mehrere Möglichkeiten zur Ver- und Entsorgung. Besonders gut im Süden war die Station in Tarajalejo: Hier könnt ihr Grauwasser und die Kassettentoilette entsorgen – und an der nahegelegenen DISA-Tankstelle gibt es unkompliziert Frischwasser. Die Station liegt direkt an der Hauptstraße und ist gut erreichbar. Im Norden lohnt sich der Stopp in El Cotillo: Dort gibt es eine kostenlose Ver- und Entsorgungsstation, inklusive Grauwasser- und Toilettenentsorgung sowie Wasser.

Wohnmobil-Tour auf Fuerteventura 2026

1. Morro Jable

2. Playa de Cofete

3. Jandia

4. Playa de Sotavento

5. La Pared

6. Playa de Tarajalejo

7. Dünen von Corralejo

8. El Cotillo

9. Betancuria

 

Strecke: 320 km

Dauer: 1,5 - 2 Wochen


Lanzarote

Auf Lanzarote wirkt alles ordentlicher, fast ein bisschen gepflegter als auf den anderen Inseln. Auffällig und typisch sind die weißen Dörfer inmitten des Vulkangesteins.

 

Je nach Fährüberfahrt landet ihr in Arrecife (vom Festland aus) oder im Süden der Insel in Playa Blanca. Letzteres ist ein beliebter Ferienort im Süden Lanzarotes, der für seine ruhige und sonnige Lage bekannt ist. Entlang der Promenade reihen sich Restaurants, Bars und Boutiquen, während der Blick über den Hafen bis zur Nachbarinsel Fuerteventura reicht. Im Hafen an der Marina Rubicón findet regelmäßig ein schöner Markt statt, der zu den beliebtesten auf Lanzarote gehört. In stilvoller Umgebung zwischen Yachten und Cafés bieten Händler Schmuck, Kunsthandwerk, lokale Delikatessen und Souvenirs an. Die entspannte Atmosphäre, Live-Musik und der Blick auf das Meer machen den Bummel über den Markt zu einem besonders charmanten Erlebnis. Ihr findet einige geduldete Stellplätze, teils fußläufig zur wirklich schönen Promenade am Castillo und dem Hafen. 

 

Eure Wohnmobil-Tour führt euch weiter zu den Playas del Papagayo. Sie liegen ebenfalls im Süden Lanzarotes im Naturschutzgebiet Los Ajaches und gelten als einige der schönsten Strände der Kanaren. Feiner goldener Sand, türkisblaues Wasser und geschützte Buchten machen sie ideal zum Schwimmen, Schnorcheln und Entspannen. Die Sandpiste dorthin ist etwas holprig, aber ihr werdet belohnt. Übernachten ist an einigen Stränden möglich, auch einen Campingplatz findet ihr dort. 

 

Die Route Richtung Norden leitet euch nun durch La Geria. Das berühmte Weinanbaugebiet ist ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie Menschen sich der kargen Vulkanlandschaft angepasst haben. Zwischen schwarzen Lavafeldern wachsen Reben in trichterförmigen Mulden, die von Steinmauern geschützt werden. Ein einzigartiges Anbausystem, das Feuchtigkeit speichert und den Pflanzen Schutz vor Wind bietet. Die Region ist nicht nur landschaftlich spektakulär, sondern auch kulinarisch ein Highlight: Zahlreiche Bodegas laden zur Weinprobe ein. Tipp: Einige Bodegas lassen euch bei vorheriger Anfrage auf dem Parkplatz übernachten. 

 

Weiter geht es nach Teguise, der ehemaligen Hauptstadt Lanzarotes. Das charmante Städtchen im Inselinneren begeistert mit engen Gassen, alten Herrenhäuser und ruhigen Plätzen, die von ihrer bedeutenden Vergangenheit als kulturelles und politisches Zentrum der Insel zeugen. Besonders bekannt ist Teguise für seinen Sonntagsmarkt, einen der größten der Kanaren. Auf dem Weg dorthin kommt ihr übrigens an einer der besten Ver- und Entsorgungsstationen der Insel vorbei – die DISA-Tankstelle in San Bartolomé.

 

Die Route führt euch weiter zu den Jameos del Agua im Norden der Insel. Sie sind ein faszinierendes Natur- und Kulturensemble, das vom Inselkünstler César Manrique gestaltet wurde. Entstanden in einem alten Lavatunnel, verbinden sie auf einzigartige Weise Natur, Kunst und Architektur: Unterirdische Grotten, ein See mit seltenen, leuchtend weißen Albinokrebsen und eine offene Poollandschaft schaffen eine fast surreale Atmosphäre. Ergänzt wird das Ensemble durch ein Restaurant, ein Auditorium und ein Vulkanmuseum. Die Jameos del Agua sind definitiv kein Geheimtipp mehr, ein Besuch lohnt sich aber in jedem Fall. Bucht eure Tickets allerdings rechtzeitig. Parken könnt ihr mit dem Wohnmobil vor Ort übrigens ohne Probleme. Wenn ihr der Straße anschließend weiter Richtung Norden folgt, findet ihr einige Parkplätze in einer beeindruckenden Vulkanlandschaft, auf denen ihr auch übernachten könnt. 

 

Der nördlichste Punkt auf Lanzarote wird für euch Órzola sein. Das Dorf ist bekannt für seinen kleinen Hafen, von dem regelmäßig Fähren zur Nachbarinsel La Graciosa übersetzen. Sie ist seit 2018 offiziell die achte Kanareninsel. Camper können nicht mitgenommen werden, aber mit dem Fährticket ist das Übernachten auf dem Parkplatz der Fähranbieter für eine Nacht kostenlos. Die Insel selbst ist rau und wild. Ihr könnt vor Ort z.B. eine dreistündige Radtour machen (die "Straßen" sind eher Sandpisten mit Schlaglöchern) und dabei menschenleere Strände und unberührte Natur entdecken. Zurück im solltet ihr dann einen wohlverdienten Absacker mit Meerblick genießen. Der Ausflug ist empfehlenswert für alle, die Ruhe lieben oder alle acht Kanareninseln entdecken wollen. 

 

Zurück Richtung Süden führt euch die Route nach Caleta de Famara. Das kleine Surf-Dorf schmiegt sich an den Fuß der mächtigen Famara-Klippen, die besonders bei Sonnenuntergang ganz besonders wirken. Der weitläufige Sandstrand ist ein Paradies für Surfer, Kitesurfer und alle, die die wilde Seite Lanzarotes erleben möchten. Trotz seiner Beliebtheit hat sich Caleta de Famara eine entspannte Atmosphäre bewahrt. Auf euch warten kleine Cafés, Surfschulen und Restaurants.

 

Ein optionaler Halt für Wohnmobil-Reisende ist La Isleta, ein weitläufiges Naturparadies auf einer Halbinsel, das viel Platz und Ruhe bietet. Das Gelände direkt am Meer mit einer geschützten Lagune bietet perfekte Bedingungen für Surfer, Bodyboarder oder Windsurfer, auch Laufen und Radfahren ist hier gut möglich. Die Zufahrt erfolgt komplett über asphaltierte Straßen, sodass auch große Camper problemlos parken können. Ihr könnt hier wirklich ruhig mit Meerblick übernachten, Platz ist immer genügend vorhanden.

 

Euer letzter Halt führt euch direkt in den Parque Natural de Los Volcanes, der eine eindrucksvolle Vulkanlandschaft mit Kratern, Lavafeldern und Aschehügeln bildet. Das Gebiet zeigt die dramatischen Spuren vergangener Ausbrüche und bietet Wanderern, Fotografen und Naturbegeisterten einzigartige Einblicke in die geologische Geschichte Lanzarotes. Besonders sehenswert sind der Montaña Blanca, der Montaña Rajada und die Lavafelder rund um Timanfaya, die zusammen eine fast mondähnliche, faszinierende Landschaft bilden.

Stell- und Campingplätze auf Lanzarote

Lanzarote in Sachen Stellplätze eine kleine Herausforderung: Offizielle Campingplätze oder ausgewiesene Wohnmobilstellplätze gab nicht. Trotzdem könnt ihr einige Plätze finden, an denen das Übernachten auf öffentlichen Parkplätzen geduldet wird. Besonders schön sind die Parkplätze rund um den Playa de Papagayo. Die Suche nach geeigneten Spots ist nicht immer einfach: Zwar sind die Hauptstraßen gut ausgebaut, abseits davon trifft man jedoch schnell auf scharfkantiges Vulkangestein oder holprige Straßen, die mit dem Wohnmobil schwer befahrbar sind. 

Ver- und Entsorgung auf Lanzarote

Was die Ver- und Entsorgung angeht, ist auch Lanzarote gut aufgestellt. Vor allem in San Bartolomé findet ihr eine gut erreichbare Station - zentral gelegen auf der Insel - mit allem, was das Camper-Herz braucht: Tankstelle, Entsorgung für Grau- und Schwarzwasser, Frischwasser und eine Waschbox für Wohnmobile, in der ihr euer Fahrzeug bequem reinigen könnt. 

Wohnmobil-Tour auf Lanzarote 2026

1. Castillo del Aguila

2. Playa de Papagayo 

3. La Geria

4. Teguise

5. Jameos del Agua

6. Órzola / La Graciosa

7. Caleta de Famara

8. Playa de La Isleta
9. Parque Natural de Los Volcanes

 

Strecke: ca. 180 km

Dauer: 1 - 1,5 Wochen


La Palma

Schon beim Verlassen der Fähre fällt auf: La Palma fühlt sich direkt anders an. Die Insel wirkt wilder, ursprünglicher und vor allem viel grüner als viele andere Kanareninseln. Durch die kleinen, bunten Häuser hat La Palma diesen besonderen, fast südamerikanischen Einschlag. Statt großer Städte findet man hier urige Dörfer, endlose Straßen durch Bananenplantagen, enge Serpentinen und wilde Steilküsten, die direkt ins Meer abfallen. 

 

Ihr startet eure Wohnmobil-Tour in Santa Cruz de La Palma. Durch ihre koloniale Architektur, kopfsteingepflasterten Gassen und bunt verzierten Holzbalkone ist die Stadt eine echte Schönheit. Entlang der Uferpromenade liegen unzählige restaurierte Herrenhäuser, kleine Boutiquen und gemütliche Cafés nebeneinander. Am Wasser findet ihr ein paar Stellplätze, auf denen Wohnmobile geduldet werden. So könnt ihr die Stadt entspannt besichtigen. 

 

Eure Rundreise geht weiter in Richtung Norden. In der Nähe des Charco Azul, eines der schönsten natürlichen Meeresschwimmbecken der Kanaren, befindet sich ein toller kostenfreier Wohnmobil-Stellplatz inmitten von Bananenplantagen. Eine Fahrt, die man so schnell nicht vergisst. Die spektakuläre Promenade, mit eindrucksvollen Ausblicken auf das Meer, führt in das malerische Dorf San Andrés. Ein lohnendes Ziel mit weißen Häusern, kleinen Plätzen und gemütlichen Lokalen. 

 

Auch La Fajana, euer nächstes Ziel, ist bekannt für seine beeindruckenden natürlichen Meeresschwimmbecken, die in die Lavaküste eingelassen sind. Das klare, ruhige Wasser lädt hier zum sicheren Baden ein. Die Anlage ist gut ausgebaut, mit Duschen und einer kleinen Bar, bleibt aber dennoch ruhig und naturnah. Auch hier gibt es einen tollen kostenlosen Wohnmobil-Stellplatz mit atemberaubender Aussicht auf die Küste. Von hier aus führen schöne Spazierwege entlang der Steilküste und im nahegelegenen Ort Barlovento finden sich kleine Restaurants, in denen man lokale Spezialitäten genießen kann. 

 

Zu empfehlen ist auf jeden Fall ein Stopp im Laguna de Barlovento Park. Er liegt oberhalb des gleichnamigen Ortes im grünen Norden und ist ein beliebtes Ziel für Naturliebhaber und Camper. Rund um den größten Süßwasserstausee der Insel bietet der Park Picknickplätze, Grillstellen, Wanderwege und einen einfachen Campingbereich mitten im Kiefernwald. Ideal für entspannte Tage in der Natur mit toller Aussicht. 

 

Für einen Ausflug zu den Roque de los Muchachos empfehlen wir einen Aufenthalt in der schönen und ruhig gelegenen Zona de Acampada y Camping in San Antonio del Monte. Eine ideale Ausgangsbasis zu den Roque de los Muchachos, die mit 2.426 Metern den höchsten Punkt La Palmas bilden und zu den spektakulärsten Aussichtspunkten der Kanaren gehören. Von hier aus eröffnet sich ein atemberaubender Blick in die gewaltige Caldera de Taburiente. Die klare Luft und die geringe Lichtverschmutzung machen den Ort zudem zu einem der besten Plätze der Welt für Sternenbeobachtungen – weshalb hier auch das international bedeutende Observatorio del Roque de los Muchachos steht. 

 

Der nächste Stopp ist Tijarafe, liegt an der sonnigen Westküste und ist ein traditionelles Bergdorf mit engen Gassen, weißen Häusern und einem herrlichen Blick über den Atlantik. Besonders bekannt ist die Gemeinde für dieCueva de Porís de la Candelaria. Die versteckte Bucht mit ihren weißen Häuschen in der Felswand ist ein echtes Postkartenmotiv. Wichtig zu wissen: Die Strecke dorthin ist steil, eng und keinesfalls für Camper geeignet! Der Weg kann zu Fuß zurückgelegt werden, hat es jedoch wirklich in sich. Aber: Die Mühe lohnt sich. Die Aussicht auf die Bucht und das ungewöhnliche Höhlendorf bleiben definitiv unvergessen.

 

Das Ende eurer Rundreise führt euch in das Umland von Los Llanos. Seit dem Ausbruch des Vulkans im Jahr 2021 hat sich die Umgebung stark verändert: Schwarze Lavafelder ziehen sich durch die Landschaft, über Straßen und ehemalige Siedlungen. Besucher können heute auf ausgewiesenen Wegen und Aussichtspunkten die Spuren des Ausbruchs sicher erkunden und dabei den Kontrast zwischen frischer Lava und neuem Grün erleben. Die Gemeinde Los Llanos besitzt lebendige Städtchen mit vielen Cafés, Geschäften und charmanten Plätzen wie dem kunstvollen Plaza de la Glorieta.

 

Von Los Llanos aus kann man entweder über die Bergstraße durch den Cumbre-Tunnel nach Santa Cruz de La Palma im Osten fahren oder die südliche Route entlang der Vulkankette um die Spitze der Insel wählen – beide Wege bieten spektakuläre Ausblicke und zeigen die Vielfalt der Landschaften La Palmas.

Stell- und Campingplätze auf La Palma

  • Besonders gut sind die kostenfreien Wohnmobil-Stellplätze an der Küste, zum Beispiel in La Fajana, am Charco Azul oder in Tijarafe. Diese Plätze liegen meistens landschaftlich wunderschön und eignen sich perfekt für eine ruhige Nacht.
  • Die Anzahl Campingplätze auf La Palma sind begrenzt, dafür gibt es kaum irgendwo Schönere. Ein echtes Highlight ist das Laguna Camping im Norden der Insel – ein sehr gepflegter, naturverbundener Platz, der alles bietet, was man zum Verweilen braucht.
  • Auch auf La Palma gibt es „Zona de Acampadas“, die meist mitten in der Natur liegen – wie zum Beispiel in San Antonio del Monte. Im Gegensatz zu Teneriffa lassen sich einige dieser Plätze auch ohne vorherige Reservierung anfahren, was das Reisen deutlich entspannter macht.

Ver- und Entsorgung auf La Palma

Was die Infrastruktur für Camper angeht, ist La Palma etwas reduzierter aufgestellt als die größeren Kanareninseln. Mit ein wenig Planung kommt man aber auch hier gut zurecht. Es gibt einige Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten, meist im Umfeld von offiziellen Stellplätzen oder Campingbereichen. Wer flexibel ist und zwischendurch Campingplätze oder Zona de Acampadas anfährt, kann seinen Bedarf gut abdecken. Tipp: Auf La Palma am besten regelmäßig entsorgen, wenn sich die Gelegenheit bietet.

Wohnmobil-Tour auf La Palma 2026

1. Santa Cruz de La Palma

2. Charco Azul / San Andrés

3. La Fajana

4. Roque de los Muchachos

5. Laguna Barlovento Park

6. Tijarafe

7. Los Llanos

 

 

Strecke: ca. 150 km

Dauer: 1 - 1,5 Wochen


Anreise mit dem eigenen Wohnmobil

Wer mit dem eigenen Wohnmobil oder Camper Van auf die Kanaren möchte, hat zwei große Reedereien zur Auswahl: Fred. Olsen Express und Naviera Armas. Beide bieten regelmäßige Verbindungen vom spanischen Festland (Huelva oder Cádiz) zu den Inseln an und sind preislich auf einem ähnlichen Niveau: im Januar 2025 hin mit Olsen Express (Huelva – Santa Cruz de Tenerife, ca. 910 €) und zurück mit Naviera Armas (Arrecife – Cádiz, ca. 835 €), jeweils inkl. 2 Personen, 6,40 m Kastenwagen und VIP Lounge Seats. Das Autodeck kann sich drinnen oder draußen befinden, und auf beiden Fahrten wurde ausschließlich vorwärts auf die Fähre gefahren. Auf eine Kabine kann man verzichten – die VIP Lounge mit verstellbaren Sitzen, eigenen Toiletten und bei Armas sogar Dusche kann völlig ausreichend sein. 

Wohnmobile auf Fähre Kanaren
Anreise mit Fred. Olsen Express | © Redaktion BetterCamping

Außendeck mit Naviera Armas Fähre Kanaren
Rückfahrt mit Naviera Armas | © Redaktion BetterCamping

Reisetabletten (oder eine präferierte Alternative) sind zu empfehlen. Die Fähren schaukeln doch deutlich mehr, als ein größeres Kreuzfahrtschiff. Bei beiden Anbietern gibt es täglich 3 feste Zeitfenster (die Zeiten findet man meist erst an der Rezeption des Schiffes), in denen man für ca. 15–30 Minuten an den Camper kann – z. B. um sich Verpflegung zu holen. Auch das Gastronomie-Angebot ist auf beiden Fähren ähnlich. Das Außendeck ist bei Armas überraschend schön ausgestattet, mit Pool, Sonnenliegen und Bar. Mit etwas Glück kann man sogar Delfine beobachten. Die Anreise ist wirklich nicht günstig, wenn ihr aber mehrere Wochen auf den Inseln verbringt, lohnen sich die Kosten in jedem Fall.


Tipp: Bucht rechtzeitig – besonders mit Wohnmobil oder Camper Van sind die Stellplätze auf der Fähre begrenzt. Die Preise schwanken je nach Saison, Route und Nachfrage. Folgende Dinge könnt ihr für eure erste Überfahrt beachten: 

Checkliste für die Überfahrt

  • Abfahrtsort genau kennen & rechtzeitig vor Ort sein
  • Personalausweis bereithalten – Dieser wird in der Regel benötigt
  • Snacks & Getränke – Essen an Bord ist ok, aber nicht immer abwechslungsreich
  • Warme Kleidung – In den Lounges kann es durch die Klimaanlage kühl werden
  • Offline-Unterhaltung – Bücher, Filme, Podcasts oder Spiele einpacken
  • Kissen & Decke – Auch im VIP-Sitzbereich macht das einen großen Unterschied
  • Powerbank – Nicht an jedem Platz sind Steckdosen verfügbar
  • Notwendige Dinge aus dem Camper mitnehmen – z.B. Zahnbürste
  • Ohrstöpsel & Schlafmaske – Falls ihr im offenen Bereich schlaft

Unsere Tipps zum Überwintern

Ein Roadtrip mit dem Camper über die Kanarischen Inseln klingt nach Freiheit – und genau das ist es auch. Damit ihr diese Freiheit so entspannt wie möglich genießen könnt, haben wir Tipps gesammelt: Von autarkem Stehen, Gasversorgung und Tanken über Wäschewaschen bis hin zu Wetterzonen und dem Thema Freistehen.

Autark stehen

Gerade auf Inseln wie Fuerteventura gibt es viele schöne, ruhige Plätze fernab der klassischen Infrastruktur. Um wirklich unabhängig mit dem eigenen Fahrzeug stehen zu können, sollten Fahrzeuge mit serienmäßiger Grundausstattung noch ein wenig aufgerüstet werden:

  • Unterstützend zur Stromversorgung sind Solarpanelen (z.B. ALDEN High Power 120W) zu empfehlen, die euch bei der Versorgung von Kühlschrank, Licht etc. unterstützen können. Für USB-Ladungen, kleinere (Arbeits-)Geräte oder externe Küchengeräte (Milchaufschäumer, Mixer etc.) kann eine Powerstation mit faltbarem Solarpanel hilfreich sein. 
  • Mit 90 Litern Frisch- und Abwasser sowie einer Thetford C220 Kassettentoilette kommt man auf den Kanaren gut zurecht. Allerdings können wir eine zweite Kassette empfehlen – gerade bei längeren Standzeiten ohne Entsorgungsmöglichkeit. Generell ist die Entsorgung auf den Kanaren kein großes Problem, vor allem auf den größeren Inseln. Noch praktischer ist eine Trockentrenntoilette.
  • Falls ihr nicht ständig Wasser in Flaschen oder Kanistern kaufen möchtet, könnte ein Wasserfilter für das Campingfahrzeug nützlich sein. Ob ihr dabei auf einen Einbau- oder Befüllfilter setzt, hängt ganz von euren Bedürfnissen ab. Allerdings wirken nicht alle Trinkwasser-Stationen vertrauenswürdig und mit einem guten Filtersystem fühlt man sich deutlich sicherer. 

Mit durchdachter Ausstattung und etwas Planung lässt sich auf den Kanaren also problemlos mehrere Tage autark stehen.

Gasversorgung

Deutsche Gasflaschen lassen sich auf den Kanaren nicht überall problemlos tauschen oder befüllen. Eine 11-Liter-Gasflasche kann man z.B. auf Teneriffa bei der DISA-Zentrale problemlos auffüllen lassen – allerdings ist das nicht auf jeder Insel so einfach möglich. Gasnachschub sollte also rechtzeitig eingeplant werden, gerade wenn ihr länger unterwegs seid. Alternativ kann sich ein Adapterset für spanische Flaschen lohnen.

Tanken

Tanken ist auf den größeren Inseln wie Teneriffa, Lanzarote oder Fuerteventura deutlich günstiger als auf den kleineren Inseln wie La Gomera oder La Palma. 

Unterschiedliche Wetterzonen auf den Inseln

Auf fast allen Inseln herrschen sehr unterschiedliche Wetterzonen: im Norden oft feuchter und grüner, im Süden meist sonniger und trockener. Das kann sich massiv auf den Komfort im Camper auswirken – etwa bei Regen oder der Solarausbeute. Das Wetterradar sollte daher täglich im Einsatz sein.

Wäsche waschen

Wäschereien gibt es in fast jedem größeren Ort auf allen Inseln – meist mit mehreren Waschmaschinen und Trocknern. Pro Wasch- und Trockenrunde zahlt ihr ca. 4 - 6 €. 

Freistehen

Freistehen wird auf den Kanaren größtenteils toleriert. Wie überall gilt: Keine Spuren hinterlassen und Hinweisschilder zum Campen ernst nehmen. Wer ruhig, sauber und rücksichtsvoll steht, hat selten Probleme – auffälliges Camping (Markise, Stühle raus, Musik) sollte besser vermieden werden, damit die Plätze weiterhin bestehen bleiben. 

Fazit: Lohnt sich das Überwintern auf den Kanaren im Wohnmobil oder Camper Van?

Mit dem eigenen Fahrzeug: Ja – wenn man länger bleibt. Die Fährkosten und der Aufwand der Anreise lohnen sich vor allem, wenn man mehrere Wochen oder Monate vor Ort verbringt. Dafür wird man belohnt mit wunderschönen Stellplätzen, wie man sie in dieser Form selten auf dem Festland findet – oft direkt am Meer. Auch das Wetter, mit seinen milden 21–23 Grad, selbst im tiefsten Winter, ist genau das, was man sich als Camper für die kalte Jahreszeit wünscht. Ansonsten lohnt sich für kürzerer Zeiträume die Miete eines Fahrzeugs. 

© Header: Playa de Cofete, Redaktion BetterCamping